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WÄRMEPUMPE

Wärmepumpe planen,
mit dem passenden Experten vor Ort.

Ob sie zu Ihrem Haus passt, entscheidet sich an einer einzigen Zahl — der nötigen Vorlauftemperatur.

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Unabhängige Plattform für die Wärmepumpenplanung in Neubau und Bestand: Heizlastberechnung, Vorlauftemperatur und Förderung durch zertifizierte Energie-Effizienz-Experten (EEE).

Die Frage ist selten, ob eine Wärmepumpe technisch funktioniert — sie funktioniert fast immer. Die Frage ist, zu welchen Betriebskosten. Und das hängt an der Temperatur, die Ihr Heizsystem braucht, um das Haus warm zu bekommen — im Neubau genauso wie im Bestand, nur dass Sie beim Neubau noch freie Hand haben.

Warum die Vorlauftemperatur über alles entscheidet

Eine Wärmepumpe holt Wärme aus Luft oder Erdreich und hebt sie auf Heiztemperatur. Je höher diese Temperatur sein muss, desto mehr Strom kostet jede Kilowattstunde Wärme.

Eine Anlage, die mit 35 Grad auskommt, arbeitet deutlich wirtschaftlicher als dieselbe Anlage bei 55 Grad. Deshalb ist die entscheidende Frage vor dem Kauf nicht das Fabrikat, sondern: Wie kalt darf der Vorlauf in Ihrem Haus sein, ohne dass es kühl wird?

Was die Vorlauftemperatur senkt

Drei Dinge wirken zusammen. Sie lassen sich einzeln angehen — aber die Reihenfolge ist nicht beliebig.

✓ Gedämmte Bauteile: Was nicht entweicht, muss nicht nachgeheizt werden
✓ Größere Heizflächen: Fußbodenheizung, aber auch getauschte Heizkörper
✓ Ein hydraulischer Abgleich, damit jeder Raum bekommt, was er braucht
✓ Dichte Fenster und Türen, die keine kalte Zugluft hereinlassen

Neubau: der einfachere Fall — mit anderen Fallstricken

Wer neu baut, hat die niedrige Vorlauftemperatur praktisch geschenkt: gedämmte Hülle, Flächenheizung, alles aus einem Guss. Die Wärmepumpe ist hier selten eine Frage des Ob.

Die Fehler liegen woanders. Sie entstehen, wenn Heizlast, Flächenheizung und Anlagengröße von verschiedenen Beteiligten geplant werden und niemand das Ganze verantwortet — dann steht am Ende eine überdimensionierte Anlage in einem Haus, das kaum Wärme braucht.

Dazu kommt die Förderseite: Bei Neubauten hängt sie an Effizienzstandards und Nachweisen, die vor dem Bauantrag mitgedacht werden müssen. Nachträglich lässt sich das nicht herstellen.

Der häufigste teure Fehler im Bestand

Die Heizung zuerst tauschen und erst danach dämmen. Die Anlage wird dann auf den ungedämmten Zustand ausgelegt — also zu groß. Nach der Dämmung läuft sie dauerhaft im Teillastbetrieb, taktet häufiger und verschleißt schneller.

Umgekehrt lässt sich nach einer Dämmung oft eine kleinere und günstigere Anlage einbauen. Dieselben Maßnahmen, andere Reihenfolge, mehrere tausend Euro Unterschied.

Heizlastberechnung statt Faustformel

Viele Angebote rechnen mit Wohnfläche mal Daumenwert. Das führt regelmäßig zu überdimensionierten Anlagen, weil der Sicherheitszuschlag lieber zu groß als zu klein gewählt wird — bezahlt wird er trotzdem.

Eine raumweise Heizlastberechnung nach Norm kostet Aufwand, liefert aber die Grundlage für die richtige Größe und zeigt nebenbei, welche Heizkörper wirklich getauscht werden müssen und welche bleiben können.

Förderung und gesetzliche Vorgaben

Der Einbau einer Wärmepumpe wird gefördert, und beim Austausch einer alten Heizung greifen zugleich Vorgaben des Gebäudeenergierechts. Beides hängt zusammen und ändert sich regelmäßig — Sätze, Obergrenzen und Fristen sind seit 2024 mehrfach angepasst worden.

Deshalb nennen wir hier keine Zahlen, die morgen überholt sein könnten. Was in Ihrem Fall gilt, klärt der Energieberater — und für den Förderantrag ist er ohnehin Voraussetzung.

Wichtig: Der Förderantrag muss gestellt sein, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wer zuerst unterschreibt und dann beantragt, geht in aller Regel leer aus.

Häufige Fragen

Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?
In den allermeisten Fällen ja. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Auch unsanierte Häuser kommen oft unter 55 Grad — das muss man aber rechnen, nicht schätzen.
Brauche ich zwingend eine Fußbodenheizung?
Nein. Große Heizkörper tun es auch. Oft reicht es, in wenigen Räumen zu tauschen statt im ganzen Haus — welche das sind, zeigt die Heizlastberechnung.
Was kostet der Betrieb im Vergleich zu Gas?
Das hängt vom Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreis und von der Arbeitszahl Ihrer Anlage ab. Eine gut ausgelegte Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme; eine schlecht ausgelegte deutlich weniger. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer guten und einer teuren Entscheidung.
Ist eine Wärmepumpe laut?
Luftwärmepumpen erzeugen Geräusche am Außengerät. Aufstellort, Abstand zur Nachbargrenze und Betriebsweise lassen sich planen — nachträglich ist das deutlich schwieriger als vorher.
Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?
Häufig ja, weil der selbst erzeugte Strom genau dann anfällt, wenn auch Warmwasser gebraucht wird. Im Winter, bei der höchsten Heizlast, trägt die Anlage allerdings am wenigsten bei.

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